Selbstverständnis
Das Institut für Technologisierungsforschung untersucht Prozesse, Strukturen und Narrative der Technologisierung im gesellschaftlichen Kontext.
Ziel ist die methodische Einordnung des Begriffs technologisch als Zustandsbeschreibung, Zuschreibung und Erwartungshorizont.
Die Arbeit des Instituts erfolgt interdisziplinär und ohne normative Zielsetzung.1
Technologisierungsrahmen 1.0
Der Technologisierungsrahmen (TRW) operationalisiert den Zustand „technologisch" entlang von fünf Bewertungsdimensionen. Die Dimensionen bilden keine Hierarchie, sondern ein Zuschreibungsfeld.
- Energieabhängigkeit— Grad der externen Energievoraussetzung für Funktionserhalt
- Updatefähigkeit— Strukturelle Veränderbarkeit ohne Identitätsverlust
- Intransparenzgrad— Verhältnis von beobachtbarer Funktion zu nicht-beobachtbarer Wirkungslogik
- Skalierbarkeit— Potenzial zur kontextunabhängigen Mengenausweitung
- Delegationspotenzial— Übertragbarkeit von Verantwortungszurechnung an systemische Prozesse
Die Reifegrade der Technologisierung werden wie folgt systematisiert:
| Stufe | Bezeichnung | Beschreibung |
|---|---|---|
| T0 | Vor-technologisch | Keine strukturelle Systemabhängigkeit |
| T1 | Technologisiert | Funktional optimiert, Rückfalloption vorhanden |
| T2 | Strukturell technologisch | Nicht ohne Systemkontext denkbar |
| T3 | Volltechnologisch | Existenz setzt Infrastruktur voraus |
| T4 | Meta-technologisch | Erzeugt neue Technologisierungsdynamiken2 |
Anwendungsbeispiele
Die folgenden Beispiele dienen der Veranschaulichung des Technologisierungsrahmens. Sie erheben keinen Anspruch auf abschließende Bewertung.3
„Technologisierung erfolgt nicht durch Funktion, sondern durch Einbindung."
Jahresbericht 2026
Der Jahresbericht dokumentiert Entwicklungen im Bereich der Technologisierungsdichte. Er versteht sich als Lagebild, nicht als Handlungsempfehlung.
Methodik
Die Bewertung erfolgt indikatorenbasiert. Grundlage bilden die fünf Dimensionen des Technologisierungsrahmens (vgl. ITF-TRW-1.0.2).
Eine Validierung im klassischen Sinne ist nicht vorgesehen, da Technologisierung als Zuschreibungsphänomen verstanden wird. Die Unterscheidung zwischen einem technologisierten und einem nicht-technologisierten Zustand ist somit kontextabhängig und beobachterrelativ.6
Die Indikatoren werden qualitativ erhoben. Quantitative Verfahren befinden sich in der Konzeptionsphase.7
Kooperationspartner
Derzeit keine institutionellen Kooperationen.8